Segantinis «Alpentriptychon» – gespiegelt in Literatur und Musik
Drei künstlerische Ausdrucksformen finden zusammen: Der Blick auf die drei grossen Themenbilder Segantinis wird von literarischen Texten und musikalischen Improvisationen im Stile der Zeit begleitet. Segantinis Pantheismus findet ein Echo bei Rilke, die Fin-de-Siècle-Stimmung bei Hofmannsthal, die Hoffnung auf die Kraft von Natur und Bergwelt bei erdverbundener Volksmusik. Es begegnen sich die «Musik der Stille» (Segantini) und «ein Morgenglanz, der aus den dunklen Bergen kommt» (Nietzsche). Mirella Carbone lenkt den Blick der Anwesenden auf einzelne Elemente der Bilder. Der Musiker Rudolf Lutz reflektiert sie improvisatorisch auf dem Keyboard und Arthur Godel zitiert dazu Textausschnitte von Segantinis literarischen Zeitgenossen. Ein Kunstdialog eigener Art, in den auch das Publikum einbezogen wird. Anschliessend besteht die Möglichkeit, die Sommerausstellung «Ich trinke aus dieser reinsten Quelle, wo sich die Schönheit ewig erneuert…» im Segantini Museum zu besuchen.

