Tennis
Tennis hat in St. Moritz eine lange und bewegte Geschichte, deren früheste Kapitel sich im legendären Kulm Hotel abspielten. Ende des 19. Jahrhunderts baute der Hotelpionier Johannes Badrutt auf diesem Gelände die ersten Tennisplätze im Engadin und führte damit einen Sport ein, der bald die Fantasie der Einheimischen und Besucher gleichermassen beflügelte. Von St. Moritz aus verbreitete sich die Begeisterung schnell im ganzen Tal und trug dazu bei, den Ruf des Engadins als Reiseziel für alpine Freizeitaktivitäten und anspruchsvolle Sportarten zu festigen.
Bis 1895 hatte sich St. Moritz zu einem echten Tenniszentrum entwickelt und war Austragungsort der ersten internationalen Tennisturniere, die jemals in der Schweiz stattfanden. Die Dynamik hielt an, und 1913 schrieb die Stadt erneut Geschichte, als sie die erste Tennishalle Europas eröffnete, ein architektonischer und sportlicher Meilenstein, der das Spiel veränderte. Zum ersten Mal konnten Spieler das ganze Jahr über auf 1.800 Metern Höhe Tennis spielen, unabhängig von der Jahreszeit oder dem berühmt-berüchtigten unvorhersehbaren Bergwetter.
Das Cresta Palace bereicherte diese Tradition noch weiter und entwickelte sich zu einem weiteren Ankerpunkt der Tenniskultur im Engadin. Seine Plätze wurden zu einem Treffpunkt für begeisterte Amateure und erfahrene Spieler, und heute führt das Hotel dieses Erbe mit zwei wunderschön gepflegten Plätzen, die sowohl Anfängern als auch Experten offenstehen, stolz weiter.
Auch heute noch ehrt St. Moritz dieses Erbe und pflegt gleichzeitig einen modernen, outdoor-orientierten Lebensstil. Obwohl die Berge oft im Mittelpunkt stehen, sind die makellosen Tennisplätze, umrahmt von Lärchenwäldern, frischer Alpenluft und dem für die Region typischen blauen Himmel, nach wie vor ein wichtiger und beliebter Bestandteil des Lebens im Engadin. Hier ist Tennis nicht nur ein Sport, sondern ein Spiegelbild der beständigen Eleganz, Innovationskraft und Leidenschaft für ein aktives Leben in St. Moritz.


