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Rachel Frey

Rachel Frey

THE ST. MORITZER
«Lass uns zu Rachel gehen!» Wenn du diesen Satz hörst, weisst du: eure nächste Station ist die Gondla. St. Moritzerin Rachel Frey schmeisst die Bar im Herzen von St. Moritz mit Verve und Herzblut. Ein Zuhause für Bonvivants und Lebenskünstler gleichermassen.
St. Moritz: Du bist in Rickenbach (TG) aufgewachsen. Wieso St. Moritz?
Rachel: Etwa 2004 hat mich ein Freund aus Zürich angerufen und gefragt, ob ich bei einer Flugshow in Samedan aushelfen könne. Klar, meinte ich, warum nicht? Es ging schon ziemlich verrückt los: Wir flogen mit dem Privatjet hoch, wurden in einer super luxuriösen Wohnung einquartiert und mit einer Limousine herumgefahren. Das volle Programm also. Ich habe das sehr genossen. Auf dem Heimweg durften wir dann sogar mit einem Militärpiloten mitfliegen, der richtig nah an die Bergmassive heranflog. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich dachte, ich könnte sie anfassen. Einfach grossartig!
Klingt nach einem fulminanten Einstieg! Also wolltest du das Jet Set-Leben fortführen?
Rachel: Nein, darum ging es nicht (lacht). Ich arbeitete damals noch etwa ein Jahr in St. Gallen, bis mein Arbeitgeber viele Stellen – darunter auch meine – strich. Auf der Suche nach einem neuen Job rief ich meinen Freund in Zürich an, der mich dann Christian Meili vorstellte. Der wiederum betrieb u. a. die Sternbar auf Marguns. Dort heuerte ich Winter 2005/2006 an.
Und im Sommer?
Rachel: Ich fand einen Job im Tessin, ebenfalls in der Gastro, sowie bei einem Stand-up-Paddle-Vermieter. Das war super, denn ich konnte endlich Italienisch lernen. Im Winter kam ich dann nach St. Moritz zurück – für mich war das der perfekte Mix.
Heute bist du die «Gondla-Rachel» – wie kam es dazu?
Rachel: Eigentlich ganz unspektakulär: Nach ein paar Jahren in der Sternbar wechselte ich zur La Gondla und seither führe ich sie. Die Eigentümer hatten mich gefragt, ich sagte «ja» und habe es nie bereut.
Was ist so speziell an der Gondla?
Rachel: Für mich ist sie ein zweites Zuhause. Ein Ort für ein kunterbuntes und authentisches Publikum. Ich habe Gäste, die im Badrutt’s Palace wohnen, aber von der familiären Atmosphäre der Gondla schwärmen. Sie lieben es, bei mir die Einheimischen und Saisoniers zu treffen. Wir haben gemütliche Abende, aber auch solche mit DJs. Dann bebt die Gondla!
Hm, ich will dir ja nicht zu nahe treten ... aber du bist ja keine zwanzig mehr. Wird man da nicht langsam müde vom Nachtleben?
Rachel: Naja, es ist wirklich eine ganz eigene Welt, in der man sich zurechtfinden muss. Ich beginne am Nachmittag und komme morgens in der Frühe heim. Der Rhythmus ist tatsächlich speziell. Ich bin dem noch nicht überdrüssig, aber interessanterweise werde ich seit einer Weile immer öfter danach gefragt. Und letztes Jahr habe ich eine Zweitausbildung in Kinesiologie begonnen – wobei ich mir ein Leben ganz ohne Gondla einfach nicht vorstellen kann! Aber vielleicht werde ich irgendwann mal einen Gang zurückzuschalten und nebenbei als Therapeutin arbeiten. Das wäre eine schöne Balance für die nächste Dekade.
Also bleibst du uns auch im Sommer erhalten?
Rachel: Die letzten zwei Sommer habe ich hier verbracht: Wir haben die Gondla am See, eröffnet das war super. Mal schauen, ob wir das wiederholen, doch grundsätzlich möchte ich schon im Sommer hierbleiben. Wobei ich nicht ausschliesse, auch mal in die Ferne zu schweifen. Aber ich mag die Idee, Wurzeln zu schlagen ... tja, ich bin wohl tatsächlich keine zwanzig mehr.
Was wünschst du dir für die Zukunft von St. Moritz?
Rachel: Ich habe das Gefühl, St. Moritz wacht aus einem Schönheitsschlaf auf, so viel passiert gerade in meinem Umfeld: Die Menschen schmieden Pläne, sind aktiv und haben viele Ideen. Ich wünsche mir für St. Moritz, dass wir alle gemeinsam anpacken für das Dorf und das Tal. Dass wir uns gegenseitig unterstützen und auf diese Weise Grossartiges für uns und unsere Gäste schaffen.
Datum
2021
Text
Engadin St. Moritz Tourismus AG
Fotos
Rolf Sachs