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Segantini Museum

St. Moritz

Am 20. Juni 2020 öffnete das Segantini Museum in St. Moritz nach dreimonatiger Schliessung seine Tore wieder und freut sich auf den Besuch von Einheimischen und Gästen. Diese finden dort das weltweit umfassendste und bedeutendste Ensemble des grossen Erneuerers der Alpenmalerei, mit Meisterwerken wie «Ave Maria bei der Überfahrt», «Mittag in den Alpen» und dem Triptychon «Werden – Sein – Vergehen».

Speziell Letzteres inspiriert seit jeher und bis heute Musiker, Literaten und bildende Künstler. Ein überzeugendes Beispiel dieser Rezeption in der Gegenwartskunst stellt das Werk «Werden   Vergehen» des deutschen, in Graubünden (Lüen) lebenden Fotografen Stephan Schenk dar, das diesen Sommer im Kuppelsaal in Dialog mit Segantinis Alpentriptychon tritt. Schenks 2016 entstandenes Diptychon besteht aus raffinierten Tapisserien (je 210 x 285 cm, gewoben in 12 Farben), die auf zwei Fotos desselben üppigen Pfingstrosenstrauches basieren. Auf dem einen Foto ist der Strauch voller Knospen, auf dem zweiten sind die Rosen bereits verblüht. Die Thematik des Transitorischen ist für den Fotografen wie für den Maler zentral. Beide betrachten es in seiner doppelten und nur scheinbar widersprüchlichen, negativen wie positiven Valenz: als Vergänglichkeit, Hinfälligkeit alles Seienden, aber auch als sich immer erneuernden Fluss des Lebendigen, der nicht versiegen kann. So folgt zwar allem Werden und Sein ein Vergehen, dieses ist aber Endpunkt und zugleich Beginn eines neuen Lebenszyklus.

 

Das 1908 eröffnete Segantini Museum wurde vom Architekten Nicolaus Hartmann als Gedenkstätte, als "begehbares Denkmal" für den Maler erbaut, der die letzten fünf Jahre seines Lebens im Engadin lebte. Der markante Bau mit der breiten Kuppel orientiert sich als Rotunde an jenem Pavillon, den Giovanni Segantini für sein Engadiner Panoramabild an der Pariser Weltausstellung von 1900 geplant hatte. Sein monumentales Alpentriptychon "La vita – la natura – la morte" (Werden – Sein – Vergehen) sowie Gemälde aus allen Schaffensperioden Segantinis stellen im Segantini Museum St. Moritz die weltweit umfassendste Werkschau des Erneuerers der Alpenmalerei dar.

Giovanni Segantini gilt mit Gauguin, van Gogh, Cezanne oder Munch als Wegbereiter der Moderne. Seine Bilder erzählen von der menschlichen Existenz in harmonischem Einklang mit der Natur.

Öffnungszeiten
Geschlossen: ab 20.10.2020 bis 09.12.2020 
Offen: ab 10.12.2020 bis 20.04.2021 
Montag geschlossen
Dienstag - Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr
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