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Museum Engiadinais

St. Moritz

Das Engadiner Museum in St. Moritz ist ein Museum für alpine Lebens- und Wohnkultur vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, das 1906 im Auftrag des Sammlers Riet Campell eigens für dessen Sammlung historischer Innenräume gebaut wurde. Herzstück des Museum Engiadinais mit seinen 21 Ausstellungsräumen bilden historische Interieurs aus fünf Jahrhunderten: getäfelte Stuben aus dem Engadin und den angrenzenden Regionen, ein Prunksaal aus dem Veltlin, eine herrschaftliche Küche und eine Schlafkammer. Die stimmungsvollen Räume vermitteln einen lebendigen Eindruck vergangener Lebenswelten. Die Geschichte(n) dazu erzählt der E-Guide auf Tablet (im Eintrittspreis inbegriffen).

Ferner zeigt das Museum ausgewählte Bestände aus Campells hochkarätiger Sammlung in originell inszenierten Schausammlungen. Den Beginn machen Truhen, Schatullen und Behältnisse aller Grössen sowie Uhrenhighlights.

Eine weitere Dauerausstellung widmet sich der Sprache der Engadiner: dem Rätoromanischen. Dieses war vor rund hundert Jahren stark vom Schwinden begriffen, weshalb sich engagierten Anhänger für deren Erhaltung einsetzten. Erst 1938 wurde das Rätoromanische in einer Volksabstimmung als vierte offizielle Landessprache anerkannt und nach wie vor ist die romanische Sprache mit ihren verschiedenen Idiomen quicklebendig. Im E-Guide können die Besucher verschiedenen Hörbeispielen lauschen.

Sonderausstellungen

"Vom Kleiekotzer zum Eichhörnchenkäfig" (bis 20. Oktober 2020)

Darstellungen von Tieren finden sich häufig in Wappen. Sie stehen meist symbolisch für positive Eigenschaften wie beispielsweise Stärke oder Tapferkeit. Erste Wappen entstanden zur Zeit der Kreuzzüge und waren auf dem Schild der Ritter abgebildet. Etliche der Bündner Familienwappen wurden in Zusammenhang mit Adelsverleihungen durch europäische Fürsten- oder Königshäuser vergeben. Neben den Möbeln präsentiert das Museum einige interessante Gegenstände, die mit Tieren zu tun haben — vom Hirschkopf bis zur Bärenfalle.


"Hartmann - Architektur einer Familie" (bis 20. Oktober 2020)

Über drei Generationen hinweg prägten die Baumeister und Architekten Nicolaus Hartmann die Baukultur und Landschaft Graubündens. Insbesondere im Engadin sind ihre Bauwerke bis heute prominent vertreten und wirken als Zeugen einer von Umbrüchen und kulturellem Wandel geprägten Zeit. Der aufblühende Tourismus verlangte nach einer funktionierenden Infrastruktur, die sich architektonisch in repräsentativen Hotels, den Bauten der Rhätischen Bahn oder Wasserkraftwerken äusserte. Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren der Architekten Hartmann, zeigt ihre wichtigsten Bauten und setzt diese in einen Bezug zu den grossen Themen ihrer Zeit.

Flyer Museum Engiadinais 

Öffnungszeiten
Offen: ab 20.05.2020 bis 20.10.2020 
Montag 10.00 - 18.00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
Geschlossen: ab 21.10.2020 bis 09.12.2020 
Offen: ab 10.12.2020 bis 20.04.2021 
Montag 14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch - Sonntag 14.00 - 18.00 Uhr
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