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La Tavolata in St. Moritz

La Tavolata in St. Moritz

An diesem Tisch hat Jeder Platz
Einmal im Jahr verwandelt sich die Fussgängerzone von St. Moritz in ein kulinarisches Paradies mit Aromen aus der ganzen Welt. Am langen Holztisch wird geplaudert, gelacht und gegessen. Dabei fing alles mit einem Witz an ...

Man redete über Gott und die Welt bei der typischen Herrenrunde, damals im Dezember 2010. Man habe doch, so war man sich einig, überhaupt keinen richtigen persönlichen Kontakt mehr in dieser Welt von Internet und Handys, von E-Mail und Twitter. Man sollte mal, sagte dann Thomas Kriemler, Textilunternehmer in St. Moritz, einfach einen langen Holztisch in die Fussgängerzone stellen, Speisen und Wein darauf, dann könne man wieder ordentlich miteinander essen und reden. Kriemler beteuert noch heute, dass er das eigentlich aus Jux gesagt habe, damals in der Runde mit seinen Kollegen vom Dorfverein, dessen Vizepräsident er ist. Es ist dann aber nicht beim Witz geblieben, sondern „La Tavolata“ geworden, einer der kulinarischen Höhepunkte des St. Moritzer Sommers.

La Tavolata in St. Moritz
La Tavolata in St. Moritz

9’000 Gäste in der St. Moritzer Fussgängerzone

La Tavolata – das sind 42 Tische aus Arvenholz, die sich ein Sommerwochenende lang hübsch dekoriert in einer 400 Meter langen Reihe quer durch den Ort schlängeln. Das sind Stände, an denen die Köche von regionalen Top-Hotels und Restaurants unter freiem Himmel ein kulinarisches Potpourri für jeden Geschmack aus den Töpfen und Pfannen zaubern. Das sind Strassenmusiker und Bands, die für den musikalischen Rahmen sorgen. Und das sind die zahlreichen „Helping Hands“, die beim Auf- und Abbau, Dekorieren, an der Kasse, backstage, vor, während und nach der Veranstaltung helfen und sie so zu einem Erfolg werden lassen. Beim ersten Mal 2010 sassen 5’000 Gäste am Tisch, mittlerweile kommen schon über 9’000 Tafel-Freunde – und sie stammen, wie in St. Moritz üblich, aus aller Herren Länder. „Ein wunderschönes Ambiente, Geselligkeit und ein exzellentes Essen“, freut sich Lue Cheng aus Asien, und Sophia reist jedes Jahr aus dem nicht ganz so fernen Zürich extra für das Ereignis an, weil „es eine so schöne Idee ist“. Für Lukas aus St. Moritz bedeutet La Tavolata die Gelegenheit, „tolle Menschen zu treffen und gut zu essen“.

La Tavolata in St. Moritz

Engadiner Spezialität „Plain in Pigna“

Ziel erreicht, konstatiert Thomas Kriemler: „Man setzt sich gemeinsam an den Tisch, egal ob Einheimischer oder Gast, ob arm oder reich, alt oder jung. Wichtig ist, dass wir uns wieder als Gastgeber definieren und das auch weitergeben.“ Kriemler war es auch, der auf den schönen Holztischen bestand. „Ich wollte Tische aus Arvenholz, geschlagen in unseren Wäldern, damit man schon mal den Duft der Region in der Nase hat“, sagt der Organisator. Ein Duft, der sich dann vermischt mit den unwiderstehlichen Aromen, die von den Kochständen aufsteigen und die Fussgängerzone erfüllen. Christian Ott, Chefkoch im Hotel Schweizerhof, serviert die Engadiner Spezialität „Plain in Pigna“: Kartoffeln werden roh in Scheiben gerieben, mit Salsiz und Schinken gemischt und mit einem Mehlteig in den Backofen geschoben. Ott teilt sich den Stand mit dem Kempinski Grand Hotel des Bains. Die Spezialität hier: Ochsenfleischsemmel – gezupftes Fleisch mit Senfzwiebeln und Sauce.

Kulinarisches Highlight in St. Moritz

La Tavolata in St. Moritz
La Tavolata in St. Moritz

Dann wird es süss: Familie Hauser offeriert Fruchtschnitten und hausgemachtes Eis. Und die Confiserie Hanselmann, im Zentrum des Geschehens, backt Berliner Krapfen. „Im ersten Jahr war das ein regelrechter ‚Überfall‘ – nach einer Stunde waren wir ausverkauft“, erinnert sich Mitinhaber Andreas Mutschler. Es ist ein Überfall, den sich St. Moritz sehr gerne gefallen lässt. Was vor sechs Jahren als kleines, ungezwungenes Fest für Familie und Freunde begann, ist mittlerweile nicht nur der vielleicht längste Tisch der Schweiz, sondern ein kulinarisches Highlight, das Einheimische und Gäste gemeinsam feiern. Das ganze Dorf an einem Tisch – Kriemlers Witz ist einer, der auf der ganzen Welt verstanden und gemocht wird.

Datum
30. Juli 2019
Text
Engadin St. Moritz Tourismus AG
Fotos
Engadin St. Moritz Tourismus AG