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Galleria Monica de Cardenas

Zuoz

Wir freuen uns, mit Vento Forte die erste Ausstellung des jungen italienischen Künstlers Federico Tosi in der Schweiz anzukündigen.

Das Projekt inszeniert, durch eine Serie von etwa vierzig Terrakotta-Skulpturen, die Folgen eines beunruhigenden Ereignisses nicht näher spezifizierter Natur. Wir nehmen einen Wind wahr, der über alles hinwegfegt: Wir sehen, wie er die Grashalme einer Wiese kräuselt und dann in die Bäume fährt, bis er sie biegt. In einem zunächst sanften, dann schwindelerregenden Tempo erschüttert er das tägliche Leben der Menschen, ihrer Tiere und Gegenstände. Er verdichtet sich, gewinnt an Kraft: er wirft Autos, Kräne und Lastwagen um. Bis eine ganze Stadt erfasst wird: Gebäude und Wolkenkratzer stürzen ein, während die Pizzas aus den Restaurants wegfliegen.

Der Wind verwandelt sich in einen Alptraum und der Betrachter fragt sich, was diese Katastrophe wohl ausgelöst hat. Mit einer scheinbar einfachen und direkten Bildsprache entwirft Tosi die apokalyptische und bisweilen groteske Vision eines Ereignisses, das den Alltag von uns zerstreuten, scheinbar sorglosen Bürger des 21. Jahrhunderts durcheinander bringt. In einer letzten Skulptur zeigt uns der Künstler den fortschreitende Zerfall eines Katzenkörpers: zuerst werden die Haare, dann die Haut und schließlich die Muskeln von dem gewaltigen Wind verzerrt und weggefegt.

Federico Tosi wurde 1988 in Mailand geboren und machte 2014 seinen Abschluss an der Brera Academy of Fine Arts. Seine provokanten und rätselhaften Werke in ungewöhnlichen Materialien haben schon mehrfach für Aufsehen gesorgt: die geschnitzten Rinderknochen, die 2017 bei Almanac in Turin zu sehen waren; 2014 zwei Krebszellen aus Kunstharz, die zärtlich Händchen halten; die Kadaver von abgeschossenen Vögeln geformt aus buntem Kunstharz (Rotten Bullshit, 2014-16); das Maul eines Hais aus Marmor (Make New Friends #3, 2012) und die Skulptur einer Katze mit jedem einzelnen Haar aus Bronze (Untitled Cat, 2018).

2018 präsentierte er mit dem Titel Goodbye bye bye seine erste Einzelausstellung in der Galerie Monica De Cardenas in Mailand. Hier stellte er sich eine Reise rückwärts im Raum - Zeit Kontinuum des Universums vor: große Bilder von Galaxien, ganz dicht mit Filzstift gezeichnet, Betonskulpturen von Fossilien mit plausiblen, aber nicht existierenden Formen, und die winzige Plastik eines Unterwasserschwimmers, der beim Betrachten einer Muschel über die fraktale Entwicklung der Materie reflektiert.

Das künstlerische Schaffen von Federico Tosi erforscht komplexe und dramatische Aspekte der Existenz, taucht erfahrungshungrig in jede dunkle Höhle, formt beunruhigende Werke, aber nicht ohne Verspieltheit und Humor.

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